Hintergrund

UNSERER HÜHNERHALTUNG IM MITTELWALD NACH HOLISTISCHEM WEIDEPRINZIP

FederKutsche

In den letzten Jahren wurden Auswirkungen des Klimawandels und der extremen Witterungen auf die heimischen Wälder klar ersichtlich. Das Bundesamt für Naturschutz hat in Anbetracht der Unsicherheit zukünftiger Entwicklungen 2020 ein Positionspapier verfasst mit wesentlichen Kernforderungen an die Forstwirtschaft.

Die Waldbewirtschaftung muss die Diversität und Diversifizierung von Wäldern stärker fördern. Mit dem Ziel Ökosysteme im Wald wiederherzustellen, zu erhalten und zu regenerieren, ist die Waldbewirtschaftung nicht nur auf eine ökologische Vielfalt, sondern auch auf eine Vielfalt von Lösungs- und Handlungsansätzen angewiesen. Dabei muss die Anpassungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit von Wäldern auf Klimaveränderungen Priorität haben.

In den Blick zu nehmen sind dabei:

  • Artenzusammensetzung
  • Strukturreichtum
  • Standortausprägungen
  • Funktionsvielfalt
  • Vielfalt der Bewirtschaftungsverfahren
  • Verbesserung von Wasserhaushalt und –rückhalt
  • Schutz der Waldböden
  • Erhöhung des Anteils alter Wälder und der Totholzanteile

Es sollen natürliche ungelenkte Sukzessionsprozesse integriert werden, mit dem Zielnaturnahe Laubmischwälder zu etablieren. Dabei sollen mehrstufige Mischwäldergefördert werden, die sich in Artenvielfalt und Struktur an natürlichen Waldgesellschaften orientieren.

Das Monitoring und die angewandte Forschung von Waldökosystemen muss erweitert werden. Es sollen verstärkt planerische Instrumente, Konzepte (z.B. Raum- und Landschaftsplanung) und Forschungsprogramme entwickelt und eingesetzt werden, die geeignet sind, Anpassungsmaβnahmen zu bewerten und Potentiale von Bewirtschaftungsstrategien abzuleiten.

Quelle: «Wälder im Klimawandel: Steigerung von Anpassungsfähigkeit und Resilienz durch mehr Vielfalt und Heterogenität»

Ein Positionspapier des Bundesamt für Naturschutz (BfN), 2. korrigierte Version, Bonn -Bad Godesberg, April 2020