Markt- & SWOT-Analyse

FederWald HofKonzept

Marktanalyse

Bio ist in aller Munde. Die Menschen schreien nach artgerechter Tierhaltung (Tierwohlinitiative), nach gesunden Lebensmitteln sowie ökologischen, umweltverträglichen und transparenten Produktionsformen.

Die Bauern sind verunsichert, die Vertrauensbeziehung Mensch-Bauer steht auf dem Spiel. Manche schreiben der industriellen Landwirtschaft weltweit bis zu 40% Schuld am Treibhauseffekt zu.

Ökologische Maβnahmen sowie die Umstellung auf Bio-Produktion wird von den EU-Agrar-Subventionen in den letzten Jahren immer stärker gefördert (Greening, etc.).

Es vollzieht sich ein Strukturwandel in der Landwirtschaft.

Marktgröße

Beispielhaft für das Grundstück, welches uns inspiriert hat:

Marktübersicht in Deutschland:

Daten & Fakten zu Bio-Landbau (BÖLW Branchenreport 2021)

Unser Vertrieb beschränkt sich auf einen Umkreis von 30 km:

Nähere Umgebung (10 km Umkreis vom Hof):

  • Rund 30.000 Einwohner
  • Mind. 20 Restaurants, mind. 20 Hotels, 2 Bio-Höfe, viele Obst- und Weingüter

Haupt-Verkaufsgebiet Ortenaukreis, Offenburg (30 km Umkreis vom Hof):

  • 430.000 Einwohner (Stand 30.09.2020)
  • 51 Städte und Gemeinden
  • 5 groβe Kreisstädte mit 180.000 Einwohnern
  • Geprägt durch Tourismus, dichte Wälder, Rebhänge und Kulinarik auf höchstem Niveau
  • Hohe Lebensqualität
  • Starke Wirtschaftskraft
  • Vielfältiges Kulturangebot

Eurométropole Strasburg (30 km Umkreis vom Hof):

  • 33 Gemeinden, 500.000 Einwohner
  • Ökologisch orientierte Stadt
  • Europa-Metropole

Marktwachstum

Ökologisch produzierte Eier und Gemüse sind seit Jahren ein stetig wachsender Markt:

Umsatz- und Absatzentwicklungen verschiedener Bio-Produkte 2020 (in %) (BÖLW Branchenreport 2021)

Produktionsstruktur des Deutschen Öko-Landbaus (BÖLW Branchenreport 2021)

Entwicklung der Bio-Anteile an der Gesamtfläche und Gesamtproduktion (BÖLW Branchenreport 2021)

Ausgaben für ökologische Nahrungsmittel in der EU in EUro pro Kopf (Agrar-Atlas 2019, Bartz/Stockmar, CC BY 4.0)

Marktpotential

Der aktuelle Anteil an gekauften ökologisch produzierten Lebensmitteln beträgt nur ein Bruchteil des gesamten Marktvolumens. Daher sehen wir ein enormes Marktpotential.

Zahlen & Fakten Bio-Landbau (BLÖW Branchenreport 2021)

Marktanteil Bio-Lebensmittel (BLÖW Branchenreport 2021)

Anteil nach Ökokriterien gehaltenen Tiere am Gesamt-EU-Tierbestand 2016 (Agrar-Atlas 2019, Bartz/Stockmar, CC BY 4.0)

Stimmungsbild der Kunden (Agraratlas 2019, Bartz/Stockmar, CC BY 4.0)
Zunahme ökologisch bewirtschaftete Flächen und Ökobetriebe (Agrar-Atlas 2019, Bartz/Stockmar, CC BY 4.0)

QUELLEN:

BÖLW Branchenreport 2021 – Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V., Berlin 2021

Agrar-Atlas 2019 – Daten und Fakten zur EU-Landwirtschaft, 3. Auflage 2020, Heinrich-Böll-Stiftung, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Le Monde Diplomatique

SWOT-Analyse

Analyse interner Rahmenbedingungen

Stärken

  • Traditionelle Agrikultur verbunden mit Hoher Innovationskraft
  • Interdisziplinäre Fachkompetenz verknüpft mit einem ganzheitlichen Ansatz
  • Effiziente Produktion
  • Diversifikation: vielseitig aufgebauter Kleinbetrieb
  • Forschungsbetrieb & Wissensaustausch vor Ort
  • Geringe Investitions- und Betriebskosten
  • Hohe Produktqualität

Schwächen

  • Ressourcen-Kreislauf zum Betriebsbeginn nicht geschlossen: Einführen von externen Rohstoffen anfangs notwendig
  • Unser Wachstum ist von der Gröβe des Landes, das wir bewirtschaften abhängig und damit begrenzt.
  • Wir müssen das Optimum unseres Produktionssystems erst entwickeln und Erfahrungswerte sammeln.

Analyse externer Rahmenbedingungen

Chancen

  • Seit Jahren stetig wachsendes Bewusstsein für Lebensmittel und deren Herstellung in der Bevölkerung
  • Landwirtschaft im Wandel – Wachsender Markt für organische Lebensmittel
  • Viele Optionen auf Fördermittel durch Kommunen, Institute, Stiftungen, etc.
  • Ressourcen-Kreislauf schliessen: Unabhängig von externen Rohstoffen werden
  • Netzwerk von fachspezifischem Wissen entwickeln

Risiken

  • Unkonventionelles landwirtschaftliches Gesamtkonzept, daher viel Kommunikation und Aufklärung mit Behörden, Kunden, Nachbarn nötig
  • Die transparente Betriebsgestaltung ermöglicht es Wettbewerbern, uns unseren Markt streitig zu machen